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Geotope und Geoparks

Das Bild zeigt das Geotop Kelchstein im Zittauer Gebirge.
Der Kelchstein bei Oybin im Zittauer Gebirge.  © LfULG

Geotope

Geotope sind besonders schützenswerte Teile der unbelebten Natur. Sie stellen einmalige Zeugnisse der Erdgeschichte oder besonders markante landschaftliche Schönheiten dar.

Die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V. (heute bekannt als Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien e.V.) führte 2004/2005 einen Wettbewerb durch, in dem die bedeutendsten Geotope Deutschlands gesucht wurden.

77 Objekte wurden prämiert und in dem Bildband »Faszination Geologie« publiziert. Sieben der ausgezeichneten Geotope liegen auf sächsischem Gebiet:

Teasergrafik: Gletscher- und Windschliffe in den Hohburger Bergen

Gletscher- und Windschliffe in den Hohburger Bergen

Lange Zeit fehlte den Geologen ein Beweis für die Gletscherwirkung in Mitteleuropa. Ein sächsischer Geologe fand ihn 1844 in den Hohburger Bergen bei Wurzen. Die Felsoberflächen wurden durch das Inlandeis selbst und durch im Eis eingefrorene Partikel abgetragen und glänzen dadurch.

Teasergrafik: Palmenwedel Hirtstein

Palmenwedel Hirtstein

Der Hirtenstein ist eine der höchsten Erhebungen im mittleren Erzgebirge. Heute meint der Geotop »Hirtstein« einen aufgelassenen Basaltsteinbruch, der begehbar ist. Erst durch den Steinbruchbetrieb wurden die charakteristischen strahlenförmig angeordneten Säulen freigelegt.

Teasergrafik: Der Einbruchstrichter »Altenberger Pinge«

Der Einbruchstrichter »Altenberger Pinge«

Die »Altenberger Pinge« ist ein Einbruchstrichter, der im Januar 1620 durch unkontrollierten Erzabbau entstand. Sie ist ein beeindruckendes Zeugnis europäischer Bergbaugeschichte.

Teasergrafik: Das Elbsandsteingebirge

Das Elbsandsteingebirge

Der 1990 gegründete Nationalpark Sächsische Schweiz befindet sich im Elbsandsteingebirge, einer Landschaft, die durch Überflutung, Erosion und vulkanische Aktivitäten entstand.

Teasergrafik: Der sächsische Basalt
© LfULG

Der Basalt der Burg Stolpen

Der Stolpener Basalt steht in Zusammenhang mit dem Vulkanismus des Egergrabens.Die Mauern der bekannten Burg Stolpen wurden vor 775 Jahren aus den anstehenden Basaltsäulen errichtet.

Teasergrafik: Rochlitzer Berg

Rochlitzer Berg

Der »Rochlitzer Porphyrtuff« prägt viele Städte Sachsens durch seine Verwendung als Baumaterial. Er ist vulkanischen Ursprungs, anders als Basalt jedoch aus kieselsäurereichem Magma entstanden.

Teasergrafik: Scheibenberg

Scheibenberg

Weltberühmt wurde der Scheibenberg durch den »Neptunistenstreit«, der vor 200 Jahren um die Entstehung des Balsalts entbrannte. Geologisch ist der Scheibenberg der Rest eines 30 Millionen Jahre alten Lavastromes.

Geopfade

Ein Geopfad ist ein Wanderweg mit Schautafeln zur Geologie einer Landschaft. Themen können die erdgeschichtliche Entwicklung, der Bergbau auf bestimmte Rohstoffe oder Bodenkunde sein.

Geoparks

Ein Geopark soll geologische Prozesse erlebbar machen und so zur Umweltbildung beitragen. 2002 im »Jahr der Geowissenschaften« wurden die ersten »Nationalen GeoParks in Deutschland« nach den Richtlinien des Bund-Länder Ausschusses Bodenforschung (BLAGeo) zertifiziert. Deren Aufgabe ist es, die Geotope fachgerecht zu pflegen und zu erhalten. Derzeit sind 16 Nationale GeoParks bestätigt, zwei davon liegen in Sachsen.

Geopark Porphyrland – Steinreich in Sachsen

Mächtige Zeugnisse des gewaltigen Rotliegend-Vulkanismus vor 300 Millionen Jahren ragen als markante Kuppen in der sächsischen Hügellandschaft hervor.

Offizielles Logo des Unesco Geoparks Muskauer Faltenbogens

UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen

Spannende Einblicke in den UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen

Geoparks außerhalb von Sachsen

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