Lausitzer Granodiorit in der Georgewitzer Skala
Ort: Löbauer Wasser
Sehenswürdigkeit: Durchbruchstal des Löbauer Wassers im Lausitzer Granodiorit
Länge: 4 Kilometer
Schwierigkeit: mittel, eventuell muss man über feuchte Felsen laufen
Anreise mit dem PKW: A4 bis Ausfahrt 91 Weißenberg, S11 und S122 nach Süden Richtung Löbau bis Georgewitz
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: RE 1 Dresden – Zgorzelec bis Löbau, Bus 34 Löbau – Rosenhain bis Georgewitz Löbauer Wasser
Start: Georgewitz, Straßenbrücke über das Löbauer Wasser
Stationen: Georgewitz, Löbauer Wasser, Oppeln, Löbauer Wasser, Georgewitz
Der Wanderweg führt beidseitig des Löbauer Wassers flussabwärts nach Oppeln, sodass man einen Rundweg laufen kann.
Die Georgewitzer Skala ist ein Engtal des Löbauer Wassers, welches sich ca. 30 Meter tief eingeschnitten hat. Das Tal wird von Felswänden mit steilen Hängen gesäumt. Das Wort Skala bedeutet in den slawischen Sprachen Fels.
Der Prozess, der die Entstehung des Tals verursachte, ist nicht geklärt. Geologen diskutieren, ob die Entstehung des Tals auf die Eiszeit oder auf tektonische Bewegungen zurückgeht. Letztendlich hat die erosive Tätigkeit des Löbauer Wassers das Tal ausgeformt. Das naturnahe Bachbett ist reich an Blockgeröllen und Stromschnellen.
Die Felsen der Georgewitzer Skala bestehen aus Lausitzer Granodiorit. Das ist ein magmatisches Tiefengestein, welches den größten Teil der sächsischen Lausitz aufbaut. Es besteht überwiegend aus Feldspat, Quarz und Glimmer und weist ein richtungsloses gleichkörniges Gefüge auf. Das Gestein ist stark in drei Raumrichtungen geklüftet, sodass die Felsen in Blöcke zergliedert sind.
Radiometrische Altersdatierungen ergaben ein Kristallisationsalter von 542-530 Millionen Jahren. Damit ist der Lausitzer Granodiorit eines der ältesten Gesteine in Sachsen.