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Tiefe Geothermie

Die Tiefe Geothermie gliedert sich in:

  • hydrothermale Geothermie, die warme Grundwässer aus Aquiferen direkt nutzt und
  • petrothermale Geothermie, die dem Gestein Wärme über einen künstlichen Wasserkreislauf entzieht.

In Sachsen treten für hydrothermale Geothermie geeignete tiefliegende wasserführende Sedimentschichten nur in Tiefen bis ca. 2 000 m im Nordosten des Freistaates auf. Die dort angetroffenen Wässer besitzen mit ca. 60°C eine relativ geringe Austrittstemperatur und kommen für eine Stromerzeugung nicht infrage.

Eine Stromgenerierung im sächsischen Grundgebirge ist nur über petrothermale Systeme denkbar. Diese Systeme sind in größeren Teufenbereichen durch die Erschließung von natürlichen Kluftsystemen oder als stimulierte geothermische Reservoire in geeigneten Gesteinskomplexen zu schaffen. Im unterirdischen Reservoir wird das über eine Tiefbohrung zugeführte kühle Wasser auf über 130°C aufgeheizt und mittels einer Produktionsbohrung einer Kraftwerksanlage zur Stromgenerierung und/oder einer Wärmenutzung zugeführt.

Schematisches Blockbild mit den Teilen einer petrothermalen Anlage.
Prinzip der petrothermalen Tiefengeothermie - schematische Darstellung einer sog. Dublette.  © LfULG
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