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Granodiorit des Meißener Massivs in Diesbar-Seußlitz

Steinbruch mit Granodiorit in Diesbar-Seußlitz
Steinbruch mit Granodiorit in Diesbar-Seußlitz.  © LfULG

Ort:  Diesbar-Seußlitz

Sehenswürdigkeit: Elbtalhänge mit Granodiorit im Steinbruch Böser Bruder

Status: Geotop

Anreise mit PK: von Meißen am rechten Elbufer nach Nordwesten S88 Diesbar-Seußlitz

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: S1 von Dresden Hauptbahnhof. nach Meißen-Triebischtal bis Meißen, Regionalbus 407 von Meißen nach Nünchritz bis Diesbar-Seußlitz Brummochsenloch

Das Meißener Massiv, der größte jungpaläozoische Pluton in Sachsen, ist entlang der Ufer von Weißeritz und Elbe in zahlreichen Steinbrüchen gut aufgeschlossen. Der Steinbruch »Böser Brüder« an der Straße S 88 zwischen Nünchritz und Diesbar-Seußlitz ist einer der markantesten.

Kluftsystem im Granodiorit
Kluftsystem im Tiefengestein.  © Roman Görz

Die Felswand wird von Biotitgranodiorit gebildet, einem magmatischen Tiefengestein mit einem gleichkörnigen richtungslosen Gefüge. Seine Hauptbestandteile sind Plagioklas, Kalifeldspat, Quarz und Biotit. Das massige Gestein wird von einem Kluftsystem aus steilstehenden und flachliegenden Bruchflächen durchsetzt. In einigen der Klüfte treten 20-50 Zentimeter mächtige Ganggesteine auf, die als Pegmatit (grobkörnig) oder als Aplit (feinkörnig, massig, dicht) ausgeprägt sind.

Diskordanz zwischen dem Meißener Massiv (unten) und darüber liegenden Sedimentgesteinen
Diskordanz zwischen dem Meißener Massiv (unten) und darüber liegenden Sedimentgesteinen.  © LfULG

Im oberen Teil der Felswand kann man deutlich eine Erosionsdiskordanz erkennen: Hier liegt auf dem Tiefengestein ein Sedimentgestein auf, welches durch horizontale hellgraue und ockerfarbene Schichten gekennzeichnet ist. Diese Sedimente wurden während der Eiszeit abgelagert.

Zwischen 1937 und 1961 wurden im Steinbruch »Böser Brüder« Pflastersteine und Bausteine gewonnen. Ein Abbau großer Werksteine war aufgrund der zahlreichen Klüfte nicht möglich.

Die nähere Umgebung des Steinbruchs mit ihren Weinbergen und hübschen Ortschaften kann auf mehreren Wanderwegen erkundet werden. Gemütliche Cafés und Weinstuben laden zum Verweilen ein.

Elbe bei Diesbar-Seußlitz
Die Elbe bei Diesbar-Seußlitz im Meißener Massiv.  © LfULG
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