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Geogefahren: Erdbeben, Felsstürze und Subrosion

Youtube-Video: Naturgefahren in Sachsen – Ursachen und Vorsorge

Naturereignisse wie Erdbeben oder Felsstürze lassen sich nicht verhindern. Das Ziel unserer Arbeit ist es deshalb, Leben sowie Hab und Gut der Menschen zu schützen und Schäden zu minimieren. Diesem Ziel widmet sich unser Leitprojekt »Naturgefahren - Ursachen und Vorsorge«. Der Staatliche Geologische Dienst kümmert sich dabei um Gefahren, welche durch geologische Prozesse verursacht werden - die Geogefahren.

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Geogefahren in Sachsen

Das Bild zeigt das Seismogramm eines Erdbebens.
Seismogramm eines Erdbebens vom 31.05.2014.  © LfULG

Erdbeben entstehen, wenn zwei Gesteinsblöcke sich an einer Störung gegeneinander verschieben. Außerdem gibt es seismische Ereignisse, welche von menschlicher Tätigkeit, insbesondere vom Bergbau, verursacht werden. Eine seismisch aktive Zone in Sachsen ist das Vogtland, in welchem zahlreiche Erdbebenschwärme auftreten. Deutlich fühlbare und schadensverursachende Erdbeben kommen jedoch selten vor.

Das Bild zeigt einen Felssturz am Wartturm bei Rathen.
Felssturz am Wartturm bei Rathen.  © Elke Hanenkamp

Geologische Prozesse, bei denen sich Gesteinsmassen der Schwerkraft folgend verlagern, werden Massenbewegungen genannt.

Steinschläge und Felsstürze sind die natürliche Folge der Verwitterung Gesteinen Sie gefährden besonders die Mittelgebirgsregionen, da sie besonders an Steilhängen auftreten.

Das Bild zeigt eine Straßenböschung mit einer Rutschung.
Hangrutschung.  © LfULG

Hangrutschungen können dagegen auch an sanften Hängen vorkommen. Dabei bewegen sich Gesteinsmassen entlang von Gleitflächen hangabwärts. Rutschungen erfassen oft große Areale.

Durch Subrosion, die unterirdische Auslaugung leicht löslicher Gesteine, entstehen unterirdische Hohlräume, welche einstürzen können. Dann ereignet sich ein Erdfall. Deshalb ist man selbst in flachem Gelände nicht immer sicher vor Geogefahren.

Das Bild zeigt die Vermessung einer Felsspalte.
Vermessung einer Felsspalte.  © LfULG

Der genaue Zeitpunkt eines Ereignisses kann nicht vorhergesagt werden. Durch Beobachtung und Monitoring können jedoch gefährdete Bereiche ausgehalten werden, in denen es wahrscheinlich ist, dass ein Schadensereignis eintritt. In solchen Gebieten muss die Gefährdung bei Bauvorhaben durch bestimmte Maßnahmen berücksichtigt werden.

Das Bild zeigteinen Steinschlagschutzzaun. © LfULG

Durch kontinuierliche Beobachtungen und Messungen, durch Prognosen und Warnungen hilft das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie die Auswirkungen von Naturgefahren in Sachsen zu mindern. Wir erfassen Ereignisse in Ereigniskatalogen und -katastern, überwachen gefährdete Gebiete und empfehlen Maßnahmen zur Vorsorge und Gefahrenabwehr.

Weiterführende Informationen

Forschungsprojekte zum Thema Geogefahren

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