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Hydrogeologisches 3D-Landesmodell

Das Bild zeigt einen Ausschnitt des hydrogeologischen Landesmodells im Gebiet des Zittauer Gebirges.
Ausschnitt aus dem hydrogeologischen 3D-Landesmodell im Gebiet des Zittauer Gebirges, Blick nach Nordost.  © LfULG

Der in Bearbeitung befindliche Datenbestand beschreibt den Aufbau des geologischen Untergrunds in den obersten 200-250 m. Die modellierten Gesteinseinheiten beinhalten neben der klassischen Atrribuierung nach Petrographie, Stratigraphie und Genese eine hydrogeologische Differenzierung nach durchflusswirksamem Hohlraumtyp, hydraulischer Funktion, Durchlässigkeitsklasse, Verfestigungsart und geochemischem Gesteinstyp.

Das Bild zeigt die Struktur einer Säule im HyK50-Modell, die mehrere geologische Einheiten umfasst.
Darstellung eines Einzelelements (Säule) innerhalb des 3D-Modells. Die einzelnen Säulenabschnitte repräsentieren unterschiedliche Gesteinseinheiten.  © LfULG

Das hydrogeologische Landesmodell liefert die Raumlage hydrogeologischer Körper auf der Grundlage einer einheitlichen hydrostratigrafischen Nomenklatur mit lithologisch-petrografischer Differenzierung und Kennwertzuweisung bis einschließlich Grundgebirge. Die Daten liegen rasterbasiert als sogenanntes Säulenmodell mit einer Auflösung von 25 bis 50 m Kantenlänge vor (kürzester Abstand zwischen den Säuleneckpunkten).

Die Konstruktion der hydrogeologischen Körper basiert auf einer zumeist geostatistischen Interpolation von Schichtmächtigkeiten, Basisflächen und/oder Basislinien unter Verwendung des validierten Aufschlussdatenbestandes sowie unter Zuhilfenahme des gesamten analogen regionalgeologischen Kenntnisstandes (Expertenwissen). Die technische Umsetzung erfolgt mit 3D-Software-Werkzeugen (z.B. SURPAC®, GOCAD-SKUA®, PETREL® u.a.). Die 3D-Daten der geologischen/ hydrogeologischen Körper werden anschließend in ein softwareneutrales Format gewandelt und in einer ORACLE-Datenbank gespeichert.

Das Modell erfasst die obersten 200 - 250 m unter der Geländeoberfläche. Bereitgestellt werden können:

  • hydrogeologische Körper (Solids) mit Basisfläche, Deckfläche und Mächtigkeitsverteilung als ASCII-Punkte, DXF, TSurf und SGrid (Gocad®)
  • Verbreitungsgrenzen hydrogeologischer Körper (Polygone) im ESRI®-Shape Format
  • anthropogen bedingte hydraulische Kommunikationsbereiche (Solids), im Wesentlichen Bereiche mit gestörter Hydrodynamik verursacht durch unterirdischen Bergbau als ASCII-Punkte, DXF, TSurf und SGrid (Gocad®)
  • geogene hydraulische Kommunikationsbereiche (3D-Flächen), Grenzflächen zwischen unmittelbar aneinander grenzenden Grundwasserleitern oder zwischen Grundwasserleiter und -geringleiter ohne maßgebliche Zwischenstauer als ASCII-Punkte
  • hydrogeologische Schnitte (abgeleitet aus dem 3D-Datenbestand) im GGF-GeoDin®-Format oder als PDF
Das Bild zeigt den Bearbeitungsstand des hydrogeologischen Landesmodells HyK50.
Bearbeitungsstand des hydrogeologischen Landesmodells HyK50.  © LfULG

Die hydrogeologsichen Modelldaten sind öffentlich nutzbar, werden jedoch in spezifischen Datenformaten gehalten und herausgegeben, welche spezielle Software beim Nutzer erfordern.

Die Bearbeitung der Anfrage nach 3D Daten ist nach §13 Absatz 1 Satz 2 des Sächsischen Umweltinformationsgesetzes gebührenfrei. Fällt größerer Aufwand an, trifft das LfULG die Entscheidung über die Kostenerhebung und die Festsetzung von Kosten (Gebühren und Auslagen).

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