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Geologie im Fokus

Kooperation des LfULG mit dem EVTZ und der DB InfraGO

Vor über 10 Jahren begann der Sächsische Geologische Dienst in Amtshilfe für die Sächsische Staatsregierung aus den im Archiv vorhandenen geologischen Datenschätzen ein Untergrundmodell für die Eisenbahnneubaustrecke Dresden-Prag zu erarbeiten und im Zuge begleitender Projekte fortzuschreiben. Seit 2020 bestehen Kooperationsvereinbarungen mit dem Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) Eisenbahnneubaustrecke Dresden- Prag, mit Sitz in Dresden, und der DB InfraGO für eine fachbegleitende Zusammenarbeit. Die Abteilung Geologie unterstützte bis Ende 2024 die Erkundungsarbeiten der Bahn in der Vorplanungsphase im Rahmen der ingenieurgeologischen Landesaufnahme sowie bei der Koordinierung von Forschungsaktivitäten unterschiedlicher wissenschaftlicher Einrichtungen. Auch jetzt geht die Grundlagenarbeit beim Geologischen Dienst in der 3D-Modellierung für die Region Petrovice-Döbra weiter.

Die Bedeutung der Geologie für das Projekt Neubaustrecke mit dem Erzgebirgstunnel widerspiegelt sich im 10. Jahr des Bestehens des EVTZ auch in der aktuellen Ausstellung in der Geschäftsstelle im Carolaforum am Carolaplatz. Gesteinsproben aus dem Trassenverlauf des Erzgebirgstunnels, ein Geländemodell, kombiniert mit einem geologischen Schnitt entlang der Tunnelachse, das Modell einer Tunnelbohrmaschine sowie großformatige Bilder rund um das Thema Geologie lassen erahnen, wie komplex das Vorhaben ist.

Die geologiebetonte Ausstellung in der EVTZ-Geschäftsstelle war seit ihrer Gestaltung im Januar 2026 bereits Tagungsort wichtiger internationaler Treffen auf Regierungsebene. So trafen sich dort im März 2026 die sächsische Verkehrsministerin, Bettina Kraushaar, und die Koordinatorin des Rhein-Donau-Korridors des transeuropäischen Netzwerkes Verkehr, Margarida Marques. Am 15.5. findet ein Treffen zwischen dem tschechischen Verkehrsminister; Ivan Bednárik; und Frau Kraushaar statt.

Frau Marques besuchte auch das Infozentrum der Deutschen Bahn und deren Bohrkernlager. Dort lagern über 8 km Bohrkerne aus über 30 Bohrungen der ersten beiden Erkundungsetappen im Rahmen der Erstellung der Vorplanung. Aufgrund der fundierten Grundlagenarbeit und der außergewöhnlich guten Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Tschechien wurde das geplante Eisenbahnvorhaben mit dem Erzgebirgstunnel von der Korridorkoordinatorin als besonders förderungswürdiges Projekt hervorgehoben.

Das Referat Ingenieurgeologie, des LfULG unterstützt den EVTZ auch weiterhin fachbegleitend und nimmt an den EVTZ-Sitzungen teil.

Der am 29.04.2016 gegründete EVTZ Eisenbahnneubaustrecke Dresden-Prag ist paritätisch durch die sächsische und tschechische Staatsregierung und die beiden Regionen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Bezirk Ústí nad Labem vertreten. Seit seiner Gründung 2016 setzt er sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Umsetzung dieses europäischen Infrastrukturgroßprojektes ein. Näheres dazu unter:

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